Geschichte der
Burg Nidperg

Zöblitz findet erstmals 1004 Erwähnung. Der ostfränkische König (und spätere deutsch-römische Kaiser) Heinrich der II. führte einen Feldzug gegen den polnischen Herzog und späteren 1. polnischen König Boleslaw I. Chrobry. Dieser hatte 1003 Böhmen besetzt und sich zum böhmischen Herzog erhoben.
Heinrich stellte im Sommer 1004 sein Herr in Merseburg auf und führte es entlang der Handelsstraße über das Erzgebirge nach Böhmen. Er eroberte die Burg Saaz und rückte in Prag ein.

Infolge dieser Auseinandersetzungen wurde wohl auch Zöblitz als Grenzstädtchen ausgebaut. Einst wachte die Feste Nidperg über die Stadt. Die Burg stand auf einer felsigen Bergnase und wurde am 23.7.1292 erstmals erwähnt. Ein gewisser „Wernher“ soll sie Mitte des 13. Jhd. erbaut haben. Wernher war ein Ritter niederen Adels und ein Vasall des Markgrafen von Meißen.
1304 war die Burg im Besitz von „Johannis in Lutirstein“ aus der reichsministerialischen Familie von Erdmannsdorf. Von nun an wurde die Burg Lauterstein genannt.

Wenige Jahre später gelangte die Burg in den Besitz der Reichsministerialien von Schellenberg. Zöblitz war ein Handelsplatz. Durch die Stadt führte der die Handelsstraße „alter Böhmische Steig“ von Leipzig/Chemnitz kommend weiter nach Komotau und Prag. Für aus Böhmen kommende Händler wurde in Zöblitz Zoll erhoben.

In alten Urkunden spricht man statts von Zöblitz auch von „öppidum Lutersteyn“ = unummauerter Ort Lauterstein. Anfang des 14. Jhd. kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen um die noch unerschlossenen Kammlagen des Erzgebirges. Dabei wurde die Burg Lauterstein zuerst belagert und dann zerstört.

Burg Lauterstein

1323 belehnte der Markgraf Friedrich der Freidige die Burggrafen von Leisnig mit dem Lautersteiner Gebiet. Die Burg wurde auf der anderen Talseite, wo schon vorher Befestigungsanlagen gestanden haben, wieder aufgebaut. 1434 gelangt die Lautersteiner Herrschaft in den Besitz der Herren von Berbisdorf. Diese teilen 1497 die Burg und das Land in Ober- und Niederlauterstein. Das Gebiet war immer noch dünn besiedelt. Zöblitz war die einzige größere Ansiedlung. Dies änderte sich erst mit den ersten Silberfunden und der damit verbundenen Gründung der Stadt Marienberg 1521.

1559 kaufte Kurfürst August beide Ländereien und bildete das Amt Lauterstein. Während des 30jährigen Krieges, brannten Soldaten die Burg Lauterstein nieder. Sie wurde nicht wieder aufgebaut. Das Amt Lauterstein bestand jedoch fort. Die neu gegründete Stadt Marienberg wurde Sitz. 1684 wurde Zöblitz Sitz des Amtes Lauterstein.